Vom Personenverband zur rechtlichen Körperschaft

Die Bewohner der inzwischen entstandenen Siedlung Willisau, seit 1303 mit dem Stadtrecht versehen, nutzten diese erschlossenen Acker-, Weide- und Waldgebiete durch die Einrichtung von Allmenden. Prinzipiell begann damit die Entwicklung zur Personalkorporation, begründet im Zusammenhang zwischen den in der Stadt ansässigen Familiengeschlechtern und den korporativ genutzten Ländereien im Stadtumland.

Rekonstruktion der Stadtanlage, 14./15. Jh.:
Aus der ehemaligen Dorfsiedlung ist eine Stadt entstanden. Innerhalb des Stadtbezirks bildete sich eine lokale Oberschicht an Bürgergeschlechtern heraus. Die auf mehrere Hundert angestiegene Einwohnerzahl musste Wald- und Wiesallmenden erheblich ausdehnen, um die Ernährung und Versorgung durch Bau- und Brennholz sicherstellen zu können.
(Text und Bild nach: Peter Eggenberger, Willisau im Spiegel der Archäologie, Archäologische Schriften Luzern 5.1/2002)